Information zur aktuellen Haushaltssituation der Apostelkirchengemeinde

Information zur aktuellen Haushaltssituation der Apostelkirchengemeinde:

Ende 2018 hat das Presbyterium dem Kirchenkreis Oberhausen seine Finanzplanung für 2019 zur Genehmigung vorgelegt. Der Haushaltsplan weist eine Unterdeckung für 2019 aus. Im Wesentlichen sind wir nicht in der Lage, einen vorgeschriebenen Betrag von 76 TEuro vollständig in die Erhaltung unserer Gebäude zu investieren oder in eine Rücklage einzuzahlen. Hier fehlen 62 TEUR.

Der Kreissynodalvorstand (KSV) hat mit Begründung die Genehmigung des vorgelegten Haushalts versagt. Somit befinden wir uns gemäß der Verordnung

über das Kirchliche Finanzwesen (§80 KF-VO) in einer sogenannten „haushaltslosen Zeit“. Das bedeutet: Alle Ausgaben, die nicht vertraglich fixiert sind (z.B. Löhne & Gehälter, Mietvertrag Kopierer, etc.) müssen durch den KSV genehmigt werden. Ein Pauschalbetrag ermöglicht kleinere Ausgaben auch ohne Genehmigung (z.B. für den Erwerb von Büromaterialien, Benzin, etc.) zu tätigen und so den grundsätzlichen Betrieb der Apo möglichst aufrecht zu erhalten.

Ausgaben, die durch zweckgebundene Spenden finanziert werden, fallen nicht unter diese Haushaltssperre und können weiterhin in Verantwortung der Gemeinde ausgegeben werden. Das heißt, wir können unser Küchenprojekt wie geplant in der nächsten Woche starten.

Das Presbyterium wurde aufgefordert Ende Februar Stellung zu beziehen und Wege für ausgeglichene Haushalte für die nächsten Jahre aufzuzeigen.

Hierbei ist es uns wichtig zu erwähnen:

Auch in den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder kritische Finanzsituationen. Dabei wurden große Bemühungen unternommen die finanzielle Situation der Apo ausgleichend zu gestalten. Ohne die andauernde und treue Spendenbereitschaft seitens der Menschen der Apo wäre der laufende Betrieb aus Kirchensteuermitteln nicht mehr möglich gewesen. Daher möchten wir auch an dieser Stelle denen herzlich danken, die durch ihre Spenden an den Förderverein der APO bzw. an die APO direkt sowie durch hohe Kollekten dazu beigetragen haben. Wir können nur darum bitten, dass Sie die APO weiterhin finanziell unterstützen. Die APO ist darauf angewiesen.

Wir möchten auch betonen, dass die jetzige Haushaltssperre nicht durch fehlerhafte oder überzogene Ausgaben entstanden ist, sondern deswegen, weil   seitens der Landeskirche immer größeren finanziellen Belastungen für alle Gemeinden – und somit auch für uns – entstanden sind. (Umlagen, etc.)

So sind neben der APO noch zwei weitere Oberhausener Gemeinden von einer Haushaltssperre betroffen.

Der Haushalt 2019 ist in Umfang und Ergebnis zu den Haushalten der Vorjahre vergleichbar. Auch in den letzten Jahren konnte die APO die Substanzerhaltungsrücklage nicht in der eigentlich geforderten Höhe bedienen. Die jetzt eingetretenen Konsequenzen zeigen uns aber, dass die Finanzierung von Kirche eine neue Brisanz erreicht hat.

Wir hoffen und beten dafür, dass zusammen mit dem KSV eine Lösung gefunden wird, dass wir auch in Zukunft unsere APO-Gemeinde auf dem Tackenberg bauen können.

Wir sind eine missionarisch-diakonische Gemeinde mit starker Verwurzlung am Tackenberg. Wir leben und arbeiten hier vor Ort und tragen durch unsere Präsenz zu einer spürbaren Verbesserung des Umfeldes bei. Darüber hinaus ist unser missionarisch-diakonisches Profil weit über die Stadtgrenzen bekannt und akzeptiert. So bringen wir mit unseren missionarisch-diakonischen Aufgabenfelder einen aktiven Beitrag auch über Gemeindegrenzen hinweg für die Menschen in Oberhausen ein und leben so den Auftrag desjenigen der im Mittelpunkt unseres Handelns steht: Jesus Christus.

 

Ralf Kasper, Pfr.             Dirk Bröstler                             Christian Hermes

Vorsitzender                  2. Vorsitzender                         Finanzkirchmeister

Presbyterium                 Presbyterium

Download Link zum Ausdrucken