Ziele und Werte

Seit geraumer Zeit haben wir in der APO unser Leitbild, das wir »Ziele und Werte« nennen. Hier haben wir damals festgeschrieben, was für Ziele uns leiten und welche Werte uns in unserer Gemeindearbeit bestimmen sollen. Man kann auch sagen: Was wir da aufgeschrieben haben, ist für uns unaufgebbar, soll Marken- und Erkennungszeichen sein. Klar, wir wissen: Wir sind immer noch auf dem Weg, haben diese Ziele noch nicht erreicht. Wir sind keine vollkommene Gemeinde. Es klemmt und hapert immer mal wieder. Aber – die verantwortlich Mitarbeitenden fühlen sich diesen Zielen und Werten verpflichtet. Immer wieder wird Bilanz gezogen und überlegt, was wir tun müssen, um diese Ziele zu erreichen. Dabei wissen wir auch, dass vieles mit dem Kopf eingesehen werden kann. Doch das recht nicht: Es muss in unser Herz gehen und dort die Motivation frei legen, sich für das Erreichen dieser Ziele einzusetzen und sich die Werte, von denen die Rede ist, zu eigen zu machen.

Wir beziehen uns auf die Bibel, das Wort Gottes.

Bibelstellen

Darum stellen wir uns in den Kreuzungspunkt der folgenden vier Verse aus der Bibel:

Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, aus ganzer Seele und mit deinem ganzen Verstand! Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ebenso wichtig ist aber das zweite: Liebe deinen Mitmenschen, so wie du dich selber liebst! (Matthäus 22, 37-39)

Wie Du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in die Welt.
(Johannes 17, 18)

Seid gastfrei, und klagt nicht über die vermehrte Arbeit.
(1. Petrus 4, 9)

Geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen in meine Nachfolge! Tauft sie und führt sie hinein in die Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist! Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt. (Matthäus 28, 19-20)

Prolog

Wir fragen als Christen nach dem Willen Gottes für unser eigenes Leben, unsere Gemeinde
und unseren Auftrag in der Welt.

Wir geben den einzelnen Menschen Raum und teilen unsere Räume mit ihnen.

Wir verpflichten uns dem Missionsbefehl, der zugleich ein Baustein unserer Apostelkirchengemeinde ist.

Für uns sind Glaubenshilfe und Lebenshilfe untrennbar.

Einladende Gemeinde

Wir wollen eine einladende Gemeinde am Standort OB-Tackenberg sein. Deshalb nehmen wir unsere missionarische, sozial-diakonische und gesellschaftliche Verantwortung wahr.

Missionsbefehl

Wir wünschen uns, dass Menschen Gott kennen lernen. Dabei wollen wir neue Wege entdecken, auf Menschen zugehen, Beziehungen zu ihnen aufbauen und sie zu uns einladen.

Das bedeutet:

Wir suchen Menschen auf, die wir erreichen wollen.

Wir öffnen unsere Räume für Außenstehende.

Wir geben sachlich engagierte Informationen über den christlichen Glauben und laden durch eine
phantasievolle, ganzheitliche Verkündigung zu erlebbarem und lebbarem Glauben ohne Krampf ein.

Wir suchen dabei nach Formen, die kulturell und gesellschaftlich relevant sind.

Sozial-diakonischer Auftrag

Wir wollen als Gemeinde für andere da sein und nicht nur für uns selbst. Wir wollen Gott und unseren Mitmenschen dienen, wie Jesus uns gedient hat.

Das bedeutet:

Wir helfen unserem Nächsten in seinen geistlichen, emotionalen und leiblichen Schwierigkeiten
und in seinen Beziehungsnöten.

Wir sind offen für Menschen in besonderen Lebenssituationen.

Gesellschaftliche Verantwortung

Wir wollen helfen, Mauern zwischen Menschen abzubauen, wobei uns benachteiligte Menschen in besonderer Weise am Herzen liegen.

Das bedeutet:

Wir beteiligen uns an ausgewählten Aktionen und Projekten auf dem Tackenberg, über die Gemeindegrenzen hinweg und weltweit.

Wir informieren die Gemeinde über sozial-diakonische und missionarische Aktionen und unterstützen gezielt Projekte durch finanzielle oder persönliche Hilfe.

Wir nehmen Stellung zu gesellschaftspolitischen Veränderungen und Problemen und beziehen Position nach außen.

Wir kooperieren zum Wohle von Menschen in Not mit dem sozialen Netzwerk in der Stadt und bleiben in Kontakt
mit engagierten Institutionen.

Als Christ unterwegs sein - zu mir und mit anderen

Wir wollen, dass Seelsorge, Begleitung und Beratung einen großen Stellenwert in der Gemeinde haben. In unseren Beziehungen und im Umgang miteinander soll sich auch für Außenstehende Gottes Liebe widerspiegeln. Wir wollen, dass Menschen in der Seelsorge Lebensbegleitung, Heilung und Kraft für die Mitarbeit und den Alltag erfahren.

Das bedeutet:

Wir legen Wert auf persönliche Gespräche und den Austausch in Hauskreisen, Dienst- und Kleingruppen.

Jedem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiterin soll die Möglichkeit gegeben werden, an Seelsorgeschulungen teilzunehmen.

Begabte Menschen sollen zu Seelsorgeaufgaben, vor allem im Bereich der Mitarbeiterbegleitung ermutigt
und durch entsprechende intensive Schulungen dazu befähigt werden.

Wir wünschen uns, dass Menschen in unserer Gemeinde Verantwortung für ihr eigenes geistliches Wachstum und
ihre persönliche Entwicklung übernehmen und durch entsprechende Inanspruchnahme von Seelsorge, Beratung
und Begleitung eigene Chancen und Veränderung zu einem befreiten Christsein erfahren.

Gastgeber sein

Unser ganzes Leben steht unter dem Herrschaftsanspruch Jesu Christi und soll zu seiner Verherrlichung dienen. Deswegen wollen wir nach dem Willen Gottes für unser eigenes Leben und für den Weg der Gemeinde fragen. Wir wissen uns dem Ruf Jesu in die Nachfolge in allen Lebensbereichen verpflichtet. Wir sind überzeugt, dass die Verkündigung des Evangeliums Veränderung im Leben eines Menschen und einer Gemeinde bewirkt. Deswegen wollen wir uns dem Wirken des Heiligen Geistes öffnen und uns vom Leben Jesu Christi prägen lassen.

Das bedeutet:

Wir haben die Vision, eine einladende Gemeinde zu sein, die offene Türen hat und offene Begegnungsräume schafft, eine Gemeinde, die für alle offen ist, ohne aber alles offen zu lassen.

Wir sind uns der großen Verantwortung bewusst, hier glaubwürdig und echt zu sein.

Wir suchen den Dialog mit Menschen, die zu uns kommen. Mit Sensibilität und Respekt begegnen wir den
unterschiedlichen Menschen, Einstellungen und Fragen.

Menschen sollen in der Verkündigung hören und in der Gemeinde erleben, wie der Glaube an Jesus Christus aussieht und welche lebensbewältigende Kraft er hat.

Durch das, was sie in der Gemeinde hören, sehen und erleben, soll es ihnen erleichtert werden, die Einladung Jesu Christi zu einem Leben mit ihm anzunehmen, in seine Nachfolge zu treten und sich verbindlich und verantwortungsbewusst für ihn in der Welt zu engagieren.

Wir sind überzeugt, dass gute Qualität der Gemeindearbeit Gott ehrt und Menschen inspiriert.

Sich in der Gemeinde Zuhause fühlen

Wir sind überzeugt, dass liebevolle Beziehungen jeden Aspekt des Gemeindelebens prägen sollen. Wir wollen die Gemeinschaft der Mitarbeitenden bewusst gestalten, damit wir durch sie Begleitung, Ermutigung und Korrektur in unserem Christsein und unserer Mitarbeit erfahren. Wir wollen es lernen, geschwisterlichen Rat, Ermutigung und Ermahnung zu geben und anzunehmen, und einander helfen, konfliktfähig zu werden.

Das bedeutet:

Wir suchen nach geeigneten Formen und Strukturen, in denen solche Gemeinschaft erlernbar und erfahrbar ist (z.B. gemeindeübergreifende Mitarbeitertreffs, Dienstgruppen, Kleingruppen, Gebetsgruppen).

Wir nehmen uns Raum, miteinander zu feiern, zu singen, zu beten und einander zu begegnen.

Wir wissen, dass wir uns in der Gemeinde nicht mit jedem/jeder gleich gut verstehen können. Dennoch wollen wir die Bereitschaft aufbringen, den anderen zu helfen, für sie zu beten und an ihrem Leben Anteil zu nehmen.

Das bedeutet:

Wir bemühen uns, miteinander in einer ehrlichen und liebevollen Art umzugehen.

Wichtig ist uns, dass die Gemeinschaft nicht durch Neid, Eifersucht und Gerede hinter dem Rücken zerstört wird.

Uns ist bewusst, dass besonders in Konflikten das offene Gespräch wichtig ist.

Menschen, die in unserer Gemeinde leitende Verantwortung in den verschiedenen Bereichen haben bzw. verkünden,
setzen ihr Vertrauen auf Jesus Christus.

Hören und antworten durch Mitarbeit

Jeder Christ ist zur Mitarbeit berufen und durch Gott mit Gaben dazu beschenkt. Wir wollen uns mehr und mehr darum bemühen, unsere Mitarbeit in Einklang mit unseren natürlichen und geistlichen Gaben sowie mit unseren Neigungen auszuüben, damit wir motiviert und effektiv unsere Arbeit tun können.

Das bedeutet:

Wir helfen einander, die Begabungen zu entdecken, zu entfalten und Grenzen zu akzeptieren.

Alle Dienste in der Gemeinde haben den gleichen Wert und verdienen Achtung und Anerkennung

Spiritualität leben und erfahren

Wir wissen, dass die persönliche Begegnung mit Gott für jeden Einzelnen wie auch für die Gemeinde wichtig ist. Wir wollen als Gemeinde Raum schaffen, dass diese persönliche Beziehung zu Gott intensiviert werden kann.

Das bedeutet:

Wir pflegen die Beziehung zu ihm in aufmerksamer Weise. Dazu dienen besonders das persönliche und gemeinsame Bibellesen und Beten, die Lektüre geistlicher Bücher, Gespräche und seelsorgerliche Hilfe.

Wir feiern Gottesdienst auf unterschiedliche Weise mit Lobpreis, Fürbitte, Meditation und anderen zeitgemäßen kreativen Elementen.

Dabei achten wir auf unsere Geschwister, die aufgrund ihrer persönlichen Glaubensgeschichte ihre Frömmigkeit in unterschiedlicher Weise zum Ausdruck bringen.

Wir laden ein zu Gemeindebibeltagen, Glaubenskonferenzen und Einkehrtagen.